Der Samichlaus chunnt!

Wie jedes Jahr besuchte uns am 6. Dezember der Samichlaus in der Kita.
Wir gingen mit den Kindern also «nichts ahnend» ins Rhythmikzimmer und hofften, dass wir genug brav waren, damit er auch bei uns eintreffen würde. Nach schönem Gesang mit den Kindern hörten wir plötzlich ein Glöckchen klingeln, das sich näherte und das Knarren unserer Holztreppe in der Kita.
Es wurde mucksmäuschenstill im Zimmer und wir lauschten gespannt…
«Ob äch das der Samichlaus isch?», haben wir uns gedacht und plötzlich stand ein Mann mit langem Bart bis zur Brust und einem schönen roten Gewand vor uns. Und zur zweiten Überraschung hatte er auch seinen schwarz gekleideten Freund dabei. Schmutzli und Samichlaus setzten sich vor die Kinder.
Die Kinder waren ganz aufgeregt und erzählten noch einzelne Värsli, die sie im Kindergarten oder Zuhause gelernt hatten.  Danach sangen wir dann zusammen:

«Was isch säb für es Liechtli?
Was isch säb für en Schii?
de Chlaus mit de Latärne
lauft grad de Wald dur y.

Sin Esel, de hed glaade, er rüeft, J-a, J-a!
Hüt dörf i mit mim Meischter ämal is Stedtli ga!
Im Sack, da häts vill Nusse, au Tirggel, Zimmetschtärn,
die träg ich, wär’s en Zentner,
für d’Chinder no so gärn!»

Der Samichlaus und Schmutzli hatten Freude an unserem Lied. Der Samichlaus las den Kindern die Geschichte von der kleinen Weihnachtstanne vor, wobei alle Kinderohren aufmerksam gespitzt waren. Als der Samichlaus die letzten Worte aus dem Buch vorlas, kam er zu der weniger angenehmen oder auch grad so angenehmen Aufgabe, zu berichten, wo die Kinder artig waren und wo es noch Raum hat für Verbesserungen. Aber trotz allem hatte er natürlich für alle ein Säckli voll mit Leckereien mitgebracht, die er mit Freude mit seinem Freund Schmutzli an die Kinder verteilte.

Am Morgen hatten wir für den Samichlaus und Schmutzli zwei «Bänze» gebacken, in der Hoffnung, dass sie dem Geruch folgen und uns besuchen werden. Zum Abschied übergaben wir ihnen diese mit einem grossen Dankeschön.

Zum Abschluss assen wir unser «Chlousezvieri» :)

Kaja-Lois Gasser, 1. Lehrjahr

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